AirBnB – Ein Blick auf die Daten

Für die “Wiener Zeitung” warf ich gemeinsam mit Benjamin Storck einen Blick auf die 8.773 Airbnb-Inserate in Wien. Das Ergebnis: 40 Prozent bieten mehr als eine Unterkunft an. Knapp ein Viertel sind gewerbliche Anbieter.

 

8773. Das ist die Zahl der Inserate, die in Wien derzeit – konkret mit dem Stichtag 26. Juni 2017 – auf Airbnb angeboten werden. Inserate, die Touristen ein einzigartiges Erlebnis, einen Aufenthalt bei und mit Locals ermöglichen? Wohl kaum. Zumindest wird es immer weniger so genutzt. 5.907 bzw. 67,3 Prozent aller Inserate in Wien sind nämlich ganze Unterkünfte.

 

 

Trotz der 8.715 Inserate gibt es nur 6.214 „Gastgeber“. Manche Gastgeber bieten also mehr als eine Unterkunft an, wenn auch der Prozentanteil gering ist: 84,3 Prozent der Gastgeber, die auf Airbnb inserieren,  bieten nur eine Unterkunft an. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass 40,3 Prozent aller Inserate in Wien auf jene Gastgeber entfallen, die mehr als eine Unterkunft auf Airbnb inserieren. Den 100 Gastgebern, die die meisten Unterkünfte anbieten, gehören 14,2 Prozent, und den Top 50 Gastgebern immerhin noch 9,8 Prozent aller in Wien angebotenen Inserate. Noch deutlicher wird dieses Bild bei einem Blick auf die „ganzen Unterkünfte“: Gastgeber mit mehr als einer inserierten Unterkunft haben einen Marktanteil von 44,8 Prozent an allen ganzen Unterkünften in Wien.


Und dann sind da noch die „Gewerblichen“. All jene, die mehr als zehn Betten oder sonstige Dienstleistungen wie ein Frühstück anbieten, fallen ins Gewerberecht und brauchen eine Berechtigung im Gastgewerbe-Bereich. Auf Airbnb betrifft das rund 330 Gastgeber oder 5,3 Prozent, die damit Platz für mehr als zehn Gäste anbieten. Fast ein Viertel aller Inserate, nämlich 2.094, werden von jenen gestellt, die – zumindest theoretisch – ins Gewerberecht fallen. Bei den ganzen Unterkünften fallen 30,6 Prozent auf die „Gewerblichen“.

 

 

Leopoldstadt. Landstraße. Neubau. In diesen drei Bezirken finden sich die meisten Unterkünfte. Wobei der 2. Bezirk mit 959 Inseraten deutlich an der Spitze liegt. In der Landstraße sind es dann „nur“ noch 771 und in Neubau 671. Am unteren Ende der Liste befinden sich die Außenbezirke Floridsdorf (91), Simmering (87) und Liesing (31). Ein klares Bild also: Die Innenstadt-Bezirke sind deutlich beliebter als jene am Rande Wiens. Wobei der erste Bezirk mit 524 Inseraten nur auf Platz acht liegt.

 

 

Die billigste Übernachtungsmöglichkeit gibt es schon ab neun Euro. Für stolze 5.500 Euro pro Nacht lässt sich eine edel eingerichtete Lounge mieten. Doch auch hier gibt es wieder große Unterschiede je nach Bezirk: Wenig überraschend ist die Innere Stadt mit einem mittleren Wert von 100 Euro der teuerste Bezirk. Danach folgen die Leopoldstadt (59 Euro) und die Landstraße (59 Eur0). Am unteren Ende liegen Ottakring und Liesing (jeweils 39 Euro) und Hernals (34 Euro).

 

 

Detaillierte Informationen über unsere Rechercheergebnisse finden Sie im Original-Artikel der Wiener Zeitung.

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